Strelitzien

Strelitzien – königliche Schönheit mit exotischem Flair
Im Jahr 1773 erreichte Sir Joseph Banks, der Leiter des Botanischen Gartens in London (Key Gardens), ein Exemplar einer Strelitzie. Ursprünglich stammen Strelitzien aus dem südlichen Afrika und traten von da aus ihren ästhetischen Siegeszug nach Europa an. Ihren Namen erhielt die Strelitzie, die auch Papageien- oder Paradiesvogelblume genannt wird, von Königin Charlotte, die als Gemahlin Königs Georg III. aus dem Geschlecht zu Mecklenburg-Strelitz stammte.

Es gibt insgesamt fünf Arten von Strelitzien, die zu den Bananengewächsen zählen. Die bei uns gängigste Art ist die Strelitzia reginae (von lat. regina: Königin). Diese zeichnet sich durch ihre beeindruckenden, orange-blau leuchtenden Blüten aus, die tatsächlich dem Paradiesvogel ähneln. Als Schnittblume oder Zierpflanze bringt die Strelitzie exotisches Flair in Ihre Wohnung und Ihren Wintergarten.

Die Anzucht einer Strelitzie erfordert eine Menge Geduld. Strelitziensamen sind nur etwa sieben Millimeter groß und fallen durch orangefarbene Büschel auf. Dieses muss entfernt werden, der Samen im Anschluss für ein bis zwei Tage in warmem Wasser einweichen. Gepflanzt in nährstoffarmes Substrat dauert es bis zur Keimung manchmal ganze sechs Monate. Dabei ist eine Temperatur von etwa 25 Grad zu gewährleisten. Doch selbst unter optimalen Bedingungen keimen nur 30 bis 40 Prozent der Samen. Bis zur ersten Blüte der Strelitzie können noch einmal vier bis sechs Jahre vergehen. Überlegen Sie also gut, ob Sie diesen Aufwand nicht lieber einer Fachgärtnerei überlassen und sich lieber gleich ein blühendes Exemplar zulegen.

Strelitzien richtig pflegen
Bei der Pflege der Strelitzie ist unbedingt zu beachten, dass sie mit viel Feingefühl gegossen werden muss. Austrocknen sollte vermieden werden, andererseits kann auch Staunässe tödlich für die Strelitzie sein, weil ihre fleischigen Wurzelrhizome äußerst empfindlich auf ein Zuviel an Feuchtigkeit reagieren. Deshalb sollten Sie der Blumenerde ruhig etwas Sand beimengen, um eine bessere Drainage zu erreichen.

Im Sommer fühlt sich die Strelitzie an einem sonnigen, windgeschützten Plätzchen auf der Terrasse am wohlsten. Beim Rausstellen muss sie aber langsam an die Sonneneinstrahlung gewöhnt werden, weil ihre Blätter sonst verbrennen könnten. Mit Nährstoffen wird die Strelitzie nun durch eine wöchentliche Düngung versorgt, dadurch wird die Bildung der Blütenstiele angeregt. Bis zu vier Blüten befinden sich in einem Ansatz. In der Natur sorgt die Kraft der Sonne dafür, dass diese sich nacheinander öffnen; auf der Terrasse sollten Sie beim Austritt aus der harten Hülle etwas Geburtshilfe leisten. Im Winter ist eine Standorttemperatur von etwa 13 Grad ideal. Als Faustregel gilt hier: Je wärmer die Pflanze steht, desto heller sollte es sein.